Buchempfehlung: „Sterben Sie bloß nicht im Sommer“

Buchdeckel von "Sterben Sie bloß nicht im Sommer"
Ein Erfahrungsbericht
Buchdeckel von "Sterben Sie bloß nicht im Sommer"
Ein Erfahrungsbericht

Keine Ahnung, warum mir dieses Buch erst jetzt unter gekommen ist. Aber jedem / jeder, der / die jemals intensiver mit Pflege, Krankenhausaufenthalten oder allgemein dem Gesundheitssystem in Berührung gekommen ist, kann ich es wärmstens empfehlen.

Ihr werdet staunen, zustimmen, mit dem Kopf schütteln, lachen, Euch grämen, nicken, zweifeln, Dinge befürchten, Systeme in Frage stellen, mitfühlen, schmunzeln, nachdenken… Aber vermutlich auf keiner Seite langweilen.

Constanze Klein zeichnet entlang der Geschichte ihrer an einem unheilbaren Hirntumor erkrankten Mutter den beschwerlichen Gang durch Arztpraxen, Krankenhäuser und Amtsstuben nach. Dabei erlebt sie, wie man als Angehörige für Ärzte unsichtbar wird, was das Stockholm-Syndrom mit der Intensivstation zu tun hat oder dass für die Beschaffung von Pflege ein gewisses Maß an krimineller Energie notwendig ist.

Ich könnte es zusammenfassend nicht treffender ausdrücken und zitiere daher die Meinung einer anderen Leserin:

„Die gute Botschaft: das Buch ist sehr schmissig geschrieben und ausnehmend gut recherchiert.

Die schlechte Botschaft: ein Großteil der Erfahrungen muss ich leider bestätigen. „

Quelle: Berthild auf https://www.krankenschwester.de/forum/themen/buchtipp-sterben-sie-bloss-nicht-im-sommer.36641/)

Ich kann das leider aus den letzten 8 Jahren auch bestätigen. Was eine Kritik am System ist. Und explizit nicht an den Schwestern, Pflegern, Pflegehelfenden, Ärztinnen / Ärzten und Sachbearbeitenden, die noch mit Kopf, Herz und Anstand ihrer Berufung nachgehen.

„Sterben Sie bloß nicht im Sommer“
Autorin: Constanze Kleis
Seiten: 224
Verlag: Dumont
ISBN: 978-3832162511
Preis: 9,99 EUR (Taschenbuch)
Online bestellen: Amazon (Affiliate Link)*

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