BR hat mich zum Thema Pflege – Frauen – Armut interviewt

Zeichnung Balken mit Pfeil nach unten
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Für den Podcast »Tagesticket« des Bayerischen Rundfunks (BR) hat mich Mira-Sophie Potten in Bezug auf meine eigenen Erfahrungen zum Thema »Warum Pflege besonders Frauen in die Armut treibt« interviewt.

Anlass war eine gestern vom Sozialverband Deutschland (SoVD) in Auftrag gegebene Studie mit dem Titel »Altersarmut von Frauen durch häusliche Pflege« (Katja Knauthe & Dr. Christian Deindl).

Die Hauptergebnisse:

  • Frauen sind zu rund 70% die Hauptverantwortlichen wenn es zu einem Pflegefall in der Familie kommt
  • Sie leisten durchschnittlich 21 Stunden unbezahlte Sorgearbeit pro Woche (teils kombiniert mit Berufstätigkeit, teils nach Aufgabe des Jobs)
  • Der pflegebedingte Rückzug aus dem Arbeitsleben geht oft mit negativen Effekten auf das Alterseinkommen daher
  • Frauen, die Sorgearbeit leisten und dadurch ihre Erwerbsarbeit unterbrechen oder reduzieren, werden dauerhaft finanziell benachteiligt
  • Frauen bringen doppelt so viel Zeit für die direkte Pflegearbeit von Kindern und ältere Angehörige auf wie Männer
  • Die mangelnde finanzielle Honorierung häuslicher Arbeit führt zu einem erhöhten Armutsrisiko für Frauen
  • Bei beruflichen Unterbrechungen wegen Familienarbeit kommt es zu Lohnausfällen, die über den beruflichen Lebenslauf nicht mehr aufgeholt werden können

Die Studie empfiehlt für die unbezahlte Familienarbeit „einen umfassenden finanziellen Ausgleich in Form einer Lohnersatzleistung“ (S. 5), was auch ich mir im Interview gewünscht habe.

Warum Pflege besonders Frauen in die Armut treibt
(Das Interview mit mir für den BR-Podcast Tagesticket)

»Altersarmut von Frauen durch häusliche Pflege«
(Studie des SoVD)

Beitrag der Tagesschau zum Thema »Warum die häusliche Pflege arm macht«

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