Pflegeberatung – Was bringt das und wer hat Anspruch?

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Pflegebedürftige und ihre Angehörigen haben Anspruch auf eine individuelle Pflegeberatung (nach § 7a SGB XI). Die Beratung zielt darauf ab, Pflegebedürftige und Angehörige bei der Suche und Auswahl möglicher Hilfs- und Pflegeleistungen zu unterstützen. Da die Kosten von den Pflegekassen übernommen werden, ist die Beratung für die betroffenen Pflegebedürftigen (und ihre Angehörigen) kostenlos.

Wie bekommt man Pflegeberatung?

Wer Leistungen bei der Pflegekasse beantragt, sollte automatisch einen Termin für eine Pflegeberatung sowie einen passenden Ansprechpartner vorgeschlagen bekommen. Ist das nicht erfolgt oder besteht zwischendurch Bedarf, kann man sich auch selbst an Pflegestützpunkte, Wohlfahrtsverbände, Kommunen oder private Beratungsstellen wenden. Je nachdem, ob man gesetzlich oder privat krankenversichert ist, ändern sich die zuständigen Stellen (siehe nächster bzw. übernächster Absatz).

Pflegeberatung für gesetzliche Versicherte

Gesetzlich Versicherte auf der Suche nach Beratung rund um die Pflege können sich zunächst an ihre Pflegekasse wenden. Dort gibt es manchmal eigene Beraterinnen und Berater, zumindest aber können die Pflegekassen an zuständige Stellen verweisen. Das sind bspw. die Pflegestützpunkte, eigene Pflegeberatungsstellen in den Kommunen oder Wohlfahrtsverbände wie die Caritas oder die AWO. Dort könnt Ihr Euch auch direkt hinwenden, ohne bereits vorher mit der Pflegekasse gesprochen zu haben. Die persönliche Beratung kann entweder in den Büros vor Ort oder im Zuhause des Pflegebedürftigen erfolgen.

Pflegeberatung für privat Versicherte

Für privat Versicherte auf der Suche nach Beratung rund um Pflegethemen wurde eine eigene Organisation eingerichtet, die compass private pflegeberatung GmbH (Link unten in der Infobox). Das Unternehmen ist deutschlandweit mit eigenen Pflegeberatern aktiv, die zu den Pflegebedürftigen nach Hause kommen (aufsuchende Beratung). Vorab ist eine telefonische Pflegeberatung unter der Nummer 0800/101 88 00 möglich, wobei erste Fragen geklärt und Berater vor Ort gefunden werden können.

Fachkenntnisse der Pflegeberaterinnen und -berater

Die Pflegeberaterinnen und -berater nach § 7a SGB XI haben eine adäquate Erstausbildung (z. B. Studium der Sozialen Arbeit oder Ausbildung als Pflegefachkraft oder Sozialversicherungsfachangestellte) und sind zusätzlich durch spezifische Weiterbildungen, bspw. im Case Management oder Sozialversicherungsrecht, geschult.

(Quelle des Beitragsbildes: © Pixabay | Elionas2)

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